
Andy McHollow ist der 30-jährige Besitzer der Bar „The Skunk“, einer der letzten echten Kneipen in Payne City. Mit seinen leuchtend roten Haaren, dem gepflegten Dreitagebart und seiner sportlichen Statur zieht er unweigerlich die Blicke auf sich. Hinter dem Tresen trägt er fast immer eine elegante Anzughose und ein weißes Hemd, dessen Ärmel meist lässig hochgekrempelt sind. Er legt großen Wert auf sein Äußeres und ist überzeugt, dass ihm kaum eine Frau widerstehen kann – eine Einschätzung, die sein Selbstbewusstsein eher widerspiegelt als die Realität.
Andy ist ein wandelndes Klischee eines Schotten. Er liebt guten Whisky, trägt seinen schottischen Akzent mit Stolz zur Schau und erzählt jedem, der es hören will – oder auch nicht –, Geschichten über die Highlands, alte Clanfehden und die angebliche Überlegenheit schottischer Gastfreundschaft.
Als Wirt kennt Andy praktisch jeden im irischen Viertel. Seine Bar ist ein Treffpunkt für Arbeiter, Hafenleute, Nachtschwärmer und all jene, die nach Feierabend ihre Sorgen im Glas ertränken möchten. Hinter seiner charmanten Fassade verbirgt sich ein scharfer Beobachter, der Gerüchte, Konflikte und Geheimnisse der Stadt oft lange vor anderen mitbekommt.
Trotz seines Rufs als selbsternannter Womanizer ist Andy kein schlechter Mensch. Er flirtet hemmungslos, nimmt einen Korb jedoch meist mit Humor und ohne Groll hin. Seine lockere Art macht ihn beliebt, auch wenn manche Männer ihm seine große Klappe und sein unerschütterliches Selbstvertrauen gelegentlich übelnehmen.
Abseits des Tresens engagiert sich Andy in der Nachbarschaftswache. Für ihn ist sie nicht nur eine Möglichkeit, seine Nachbarschaft zu schützen, sondern auch ein Ausdruck seines Verantwortungsgefühls gegenüber den Menschen, die täglich in seine Bar kommen. Wenn es darauf ankommt, tauscht er das charmante Lächeln gegen Entschlossenheit und zeigt, dass hinter dem sorglosen Wirt ein Mann steckt, der für seine Freunde und sein Viertel einsteht.
