Miles McFarland, Vorarbeiter der Harrington Welding & Fabrication Company

Am Rand des Industrieviertels liegt die Harrington Welding & Fabrication Company, ein weitläufiges, vom Zahn der Zeit gezeichnetes Fabriksgelände aus Stahl, Beton und Wellblech. Rost zieht sich über die Fassaden, schwere Hallentore stehen offen, und aus dem Inneren dringen das Kreischen von Schleifmaschinen, das dumpfe Hämmern und gelegentliche grelle Aufblitzen von Schweißarbeiten.

Zwischen Materialstapeln, Gabelstaplern und alten Pick-ups herrscht ein unablässiges Kommen und Gehen.

Im Verwaltungsbüro sitzt Miles McFarland, der Vorarbeiter. Miles ist ein erfahrener, aber sichtbar überlasteter Mann, dessen Schreibtisch unter Bauplänen, Lieferscheinen, Rechnungen und handschriftlichen Notizen beinahe verschwindet. Sein Namensschild steht zwischen Kaffeetasse, Werkzeugen und einem Stapel ungeöffneter Unterlagen. Er kennt die Belegschaft gut und hat den Ruf, selbst dann den Überblick zu behalten, wenn um ihn herum alles auseinanderzufallen scheint.

In den vergangenen Tagen ist allerdings ein Name immer wieder Gegenstand von Gesprächen gewesen: John Nowak. Die Nachbarschaftswache hat inzwischen erfahren, dass Nowak bei Harrington arbeitet. Merkwürdig ist jedoch, dass er seit mehreren Tagen nicht mehr auf dem Fabrikgelände gesehen wurde.

Miles bestätigt, dass John tatsächlich zum Personal gehört. Über seinen Kollegen erzählt er, dass Nowak gehörlos ist und nicht spricht. Außerdem trägt er, laut Miles, ein auffälliges Tattoo im Gesicht – ein Motiv das einen ausgesprochen einschlägigen Eindruck hinterlässt.

Warum John plötzlich nicht mehr zur Arbeit erscheint, weiß Miles angeblich nicht. Auf seinem ohnehin überfüllten Schreibtisch liegt jedoch noch immer Johns Name in den Unterlagen der Belegschaft.

Während draußen die Schweißfunken über den Fabrikhof sprühen, bleibt eine Frage offen: Wo ist John Nowak?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert