Highway Patrol

Die beiden Beamten gehören seit vielen Jahren zur Highway Patrol und haben auf den endlosen Highways schon nahezu alles gesehen – schwere Unfälle, Verfolgungsjagden, Betrüger, Schmuggler und unzählige Geschichten, die sie lieber für sich behalten. Die Routine hat ihnen eine Gelassenheit verliehen, die auf Außenstehende fast schon unerschütterlich wirkt.Sie treten selbstbewusst auf, sprechen wenig und beobachten dafür umso mehr.

Ihre Erfahrung hat sie gelehrt, dass Autorität nicht laut sein muss. Wer ihnen begegnet, merkt schnell, dass sie sich weder leicht einschüchtern noch provozieren lassen.

Während ihrer Streifen kennen sie abgelegene Bars und Raststätten, in denen sie garantiert niemand erkennt. Dort gönnen sie sich gelegentlich einen Whiskey – selbst während der Dienstzeit. Nicht aus Leichtsinn, sondern weil sie überzeugt sind, dass sie damit durchkommen und ihnen niemand Einhalt gebietet. Sie achten sorgfältig darauf, niemals dort einzukehren, wo Kollegen, Vorgesetzte oder Einheimische sie identifizieren könnten.

Ob sie sich immer streng an Vorschriften halten oder in bestimmten Situationen bereit sind, beide Augen zuzudrücken, bleibt offen. Fest steht nur: Sie wissen genau, wie das System funktioniert, kennen dessen Grauzonen und bewegen sich mit einer Selbstverständlichkeit darin, die nur jahrzehntelange Erfahrung vermitteln kann.

Bis heute ist es niemandem gelungen, ihnen ernsthaft etwas nachzuweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert